Journal
03. August 2009 / 8 Kommentare

Gottheit

Männer wollen bewunderte Helden sein, oder zumindest Gottheiten. Letztens war ich sehr nahe dran.

Meine Frau war weg wegen irgendwelcher dringender Besorgungen, und ich alleine mit meinen beiden Söhnen. Der Frischeste lag in meinem Arm, weil er gerade zu nichts anderem Lust hatte. Trotzdem, oder gerade deswegen, fing ich an zu kochen – was ich zwar sehr gerne tue, aber auch nicht gerade spitzenmäßig beherrsche (da räume ich das Feld lieber diesem guten Freund). Aber ich liebe eben Herausforderungen. Also bereitete ich einarmig Risotto mit Schnitzel und Gemüse zu, deckte einarmig den Tisch, und servierte das Essen einarmig. Voller Stolz präsentierte ich dann meiner Frau einarmig meine Heldentat. Sie nickte nur beiläufig und meinte dann in leicht schroffem Ton, ich hätte doch lieber, anstatt zu kochen, den Müll entsorgen, die Wäsche machen und ein wenig abstauben können. Ich dachte zuerst, sie nimmt mich auf den Arm. Zugegeben, sie wirkte mit all den Einkäufen, die sie trug, schon ein wenig abgekämpft und ungeduldig. Aber, Mann, sie begriff überhaupt nicht, was ich da für ein Wunder mit nur einem Arm zustande gebracht habe.

Frauen! Sie verstehen nie, um was es eigentlich geht.

Außerdem fing der Frischeste an zu quengeln, weil er an die Brust wollte, und der Älteste wollte denn auch lieber mit der Eisenbahn spielen als mein Risotto zu goutieren. Schlussendlich saß ich alleine vor meinem Essen und wünschte mir Thors Hammer, um auf den Tisch zu hauen. So ist es um uns Helden bestellt. Niemand bewundert uns mehr, niemand sieht mehr zu uns hoch. Dabei sind unsere Ansprüche mit der Zeit richtig bescheiden geworden.

Ab und zu ein kleines Lob würde uns nämlich auch schon reichen.

23. Juli 2009 / 6 Kommentare

Schreckenskabinett

Etwa so könnte man meinen letzten Besuch in einer öffentlichen Badeanstalt beschreiben.

Aber zuerst eins vorneweg: Ich bin weit davon entfernt, eine Stilikone zu sein. Außerdem lasse ich öfter die Fünfe grade sein, als so manchem lieb wäre. Aber was sich manchmal in einer der romantischsten und charmantesten Badeanstalten in meiner näheren Umgebung blicken lässt, das gefriert einem auch bei der gnadenlosesten Hitze das Blut in den Adern.

Mein bald 3-jähriger Sohn entdeckte endlich seine Freude am Baden und nötigte mich deshalb bei jeder Gelegenheit ins Schwimmbecken. Darüber war ich natürlich hellauf begeistert, aber der Anblick, der sich mir dann bot, ließ mich stark an meiner eigenen Spezies zweifeln. Ich kam mir vor wie in einer Deix-Illustration.

Herrgott, ich und meine Frau haben nun auch zwei Kinder, aber wir lassen uns deshalb nicht gehen, als gäbe es kein Morgen mehr. Leute, reißt euch bitte schön zusammen!

Okay, ganz so schlimm war es im Nachhinein nicht, aber ich schwöre, dass die oben abgebildeten Personen exakt so aussahen – was die Erinnerung daran eben doch so schlimm macht. Aber es lenkt wenigstens davon ab, dass ich mit meiner Seite nicht so schnell voran komme, wie ich es geplant hatte. Immerhin etwas!

Trotzdem ist der Sommer schön. Genießt ihn!

20. Juli 2009 / Kommentar schreiben

SchneckentempoMeine neue Seite, und zwar genauso rasant wie auf dem obigen Bild. Nun sind also bereits die Rubriken Bilderbücher & Romane gefüllt. Aber ich ruhe mich jetzt nicht auf diesem epochalen Fortschritt aus, nein, nein. Die nächste Rubrik wirft ihren Schatten bereits voraus. Ich schleiche weiter, da kenn ich nix!

Wenn doch alles so schnell vorwärts ginge: die nächste WM, die letzten beiden Staffeln von Lost, die Stubenreinheit meiner beiden Söhne. Aber es kann eben doch nicht alles so fix gehen wie hier.

17. Juli 2009 / 6 Kommentare

Auf-ein-NeuesJa, so bin ich denn nun los geflogen. Angekommen bin ich auf meinem neuen Internet-Auftritt zwar noch nicht, wie man an den leeren Rubriken unschwer erkennen kann, aber das kommt noch. Hauptsache der Anfang ist gemacht! Bringt ja nix, ewig rumzufummeln. Ich werde mich also in den nächsten Tagen daran setzen, mein neues elektronisches Zuhause einzurichten und bin schon mächtig gespannt, wer alles vorbei schauen wird.