Journal
28. September 2012 / 11 Kommentare

Droben-auf-dem-HuegelA

Die Sonne gibt noch einmal alles. Und bevor es für mich auch wieder so richtig los geht mit sich vor lauter Arbeit im Atelier verbarrikadieren, hier mein Willkommensgruß für den Herbst: Der Margarethenhügel in Basel.

27. September 2012 / 2 Kommentare

Eingeklemmtes

Schon seit Ewigkeiten wollte ich dieses arme tapfere Häuschen zeichnen.

In dieser Strasse bin ich aufgewachsen, und schon immer malte ich mir den Bewohner als kauzigen und widerborstigen Mann aus, der sich gegen jede Modernisierung und Optionalentwicklung mit Fluchen und Spucken wehrt. Und bis zum heutigen Tag war er damit erfolgreich.

Aber wer weiss, vielleicht werden die Behörden eines Tages doch übermächtig und die Bagger fahren tatsächlich auf. Dann hoffe ich nur, dass dann aus dem Kamin tausende von Ballons aufsteigen, und das Haus nach Südamerika entschwebt.

04. September 2012 / Kommentar schreiben

Radio-Basilsk-Theo

Unser geliebtes Stadtradio erfindet sich gerade neu, und dazu gehört auch die Neugestaltung des hauseigenen Maskottchens namens Theo. Schon die letzte Version stammte aus meiner Feder, allerdings war diese doch etwas mager und hager im Charakter; höchstens dazu geeignet, gemeinsam eine gehobene Kneipentour zu unternehmen, aber nicht, um miteinander zu kuscheln, was man mit Maskottchen ja im Allgemeinen eher tun sollte. Nun ist Theo also wieder wohlgenährt, knuffig und gut aufgelegt. Genau richtig für den herannahenden Herbst.

05. Juni 2012 / Kommentar schreiben

Obwohl Fußball in vielerlei Hinsicht ja völlig bescheuert ist, bin auch ich totaler Fan. Gut, ich verkleide mich zwar nicht mit papageienbunten Leibchen oder Schals, aber während eines Spiels erhöht sich mein Puls in lebensbedrohliche Frequenzen und meine Stimmbänder ächzen unter meinem Anfeuerungsgebrüll. Darum freute ich mich sehr, dass ich einen EM-Spielplan für die Zeitung zeichnen durfte, in der auch mein zweiter wöchentlicher Comic-Strip erscheint: die Ladenhüter.

Und um dem Titel dieses Beitrags gerecht zu werden, feuere ich also noch einmal an, für AUSGEZEICHNET! zu stimmen.

Fussball-EM-2012-SpielplanV

29. Mai 2012 / Kommentar schreiben

Bevor ihr euch in die Badekleidung stürzt, die Flip-Flops entstaubt, das Sonnenöl aufpinselt und die Sonnenbrille aufsetzt, bitte ich euch, noch einmal für Ausgezeichnet! zu stimmen. Und falls ihr nicht mehr mögt, so habt ihr euch einen ausgezeichneten Sommer sicherlich auch so redlich verdient.

In diesem Sinne: Ab in die Sonne mit euch!

SommerV

21. Mai 2012 / Kommentar schreiben

Um mich noch einmal zu wiederholen: Stimmt für Ausgezeichnet! ab. Der Ort ist derselbe, die Wahl ebenso. Eigentlich ganz einfach. Also nicht zögern! Hopp, hopp! Als Dankeschön bekommt ihr auch die fertige Seite meines Beitrags fürs Teaserheft. Was will man mehr?

Aus-OnepagerV

06. Mai 2012 / 2 Kommentare

Aufgepasst

Eigentlich bin ich kilometerdick mit Arbeit zugedeckt, aber diese Aufforderung muss sein: Ab sofort kann – ach was! – MUSS man fürs Ausgezeichnet! abstimmen. Für was? Für das beste Comic-Magazin. Kurzer Rede großer Sinn: Hier geht’s zur Abstimmung.

Ich danke!

11. April 2012 / Kommentar schreiben

Es freut mich ungemein, das große Interesse an Ausgezeichnet!. Und die ersten Reaktionen sind wohltuend vielversprechend; aber dazu später mehr. Zuerst muss die Magazin-Taufe unbeschadet über die Bühne gebracht werden. Und die Wartezeit bis dahin kann man sich mit der Leseprobe der ersten Seite meiner Geschichte verkürzen.

Boris-Zatko-LeseprobeV

10. April 2012 / 1 Kommentar

Es ist geschafft. Das Magazin Ausgezeichnet! liegt fertig gedruckt auf meinem Beistelltisch, schön, groß und edel. Und ich bin ebenfalls geschafft von all der Nervenaufreiberei. Also überlasse ich den Jubelschrei darob lieber anderen.

Wie-gedruckt

28. März 2012 / 2 Kommentare

KunstlandV

Langsam sehe ich Land vor mir, allmählich wird es heller am Ende des Tunnels, und ganz fein spüre ich erste Ansätze tröstender Zuversicht, dass wir es tatsächlich pünktlich schaffen könnten, Ausgezeichnet! fertig zu stellen.

Dies ist eine doppelseitige Anzeige unseres größten Gönners, dem Art Ware Shop in Zürich. Ich hoffe, dass wir unsere Morgenröte auch bald erleben werden.

21. März 2012 / 2 Kommentare

Es ist schrecklich!

Ich zeichne und ich schreibe, überlege, überschlage und verzweifle; ich hetze, ich flitze, ich fluche und schreie, heule und schwächle; ich sehne, ich hoffe, ich flehe, ich beschwöre und bereue; ich ertrage, ich stampfe, ich kämpfe, und ich zeichne und ich schreibe.

Die Arbeit am Ausgezeichnet!-Magazin fordert alles von mir!

Aber wenn ich es geschafft habe, werde ich mich besser fühlen als jemals zuvor.

Und das ist wunderbar!

Hier eine kleine Vorschau auf die zweite Seite meiner Geschichte.
Aus-Boris-Seite-2-Vorschau

Übrigens kann man das Magazin ab sofort offiziell bestellen!

14. März 2012 / Kommentar schreiben

Ausgezeichnet-Comix-Shop-Vernissage

Zur Magazintaufe Ausgezeichnet!

comix shop basel
theaterstrasse 7 / 4051 Basel
samstag, 14. april 2012 / 14 – 17 uhr

Comix Shop Basel
Theaterstrasse 7 / 4051 Basel
Samstag, 14. April 2012 / 14 – 17 Uhr

Es signieren:
Andy Fischli / jerzovskaja / Franz Gerg
Ashi / Claudio DelPrincipe
Patrick Widmer / Beni Merk / Ich

Ich erwarte zahlreiches Erscheinen!

14. März 2012 / Kommentar schreiben

Ich komme nicht zur Ruhe; möchte es aber auch nicht.

Im Moment dreht sich bei mir alles um Ausgezeichnet!, so sehr, dass mir schwindlig wird. Wir haben uns viel zu viel vorgenommen, lehnen uns zu weit aus dem Fenster, schrauben die Ansprüche in unerreichbare Höhen und schüren unerfüllbare Erwartungen. Der Berg Arbeit ist unbezwingbar, und Schlaf ist ein Wort ohne Bedeutung geworden. Oder, um es anders auszudrücken:

Es ist einfach Ausgezeichnet!

Ich selber werde mich ebenfalls in diesem Werk verewigen, mit einer dreiseitigen Geschichte. Und ich gewähre euch hier bereits einen Blick auf die erste Seite.

Ausgezeichnet-Zatko-Vorschau1V

14. März 2012 / Kommentar schreiben

Endlich – das fertige Heft liegt sogar bereits in den Filialen auf – liefere ich den letzten Teil des KNAX Arbeitsprozesses ab. Und leider ist dieser auch gleich der kürzeste. Warum? Weil das Kolorieren des Comics keine wirkliche Herausforderung darstellt. Die meisten Farben sind vorgeben, und der Spielraum, die künstlerischen Pferde durchgehen zu lassen, ist nicht wirklich großzügig. Macht aber auch nix, denn ausleben tue ich mich ja an anderer Stelle.

Ich zeige hier also bloß die beiden ersten fertigen Seiten der zwei Geschichten, damit man sieht, wie es dann am Ende ausschaut. Große Erklärungen, wie ich die Seiten koloriere, liefere ich keine, denn im Grunde beschränkt sich das Ganze einfach auf Flächen ausmalen mit dem Füllwerkzeug. Das ist in etwa so unterhaltsam wie die Aufziehbarbies von Germanys Next Topmodel. Ich werde meinen Kolorierungsprozess aber irgendwann in naher Zukunft an einem anderen Beispiel ausführlich beschreiben. Ich hoffe, das wird von der breiten Masse so akzeptiert.

Und jetzt – ich glaube es fast selber nicht – muss ich schon das nächste Heft zeichnen.

KNAX_In-einem-Boot-Color-S1VKNAX_Monster-Maulwurf-Color-S1V

16. Januar 2012 / 2 Kommentare

Garten-Frost

Während draußen die Welt verblasst, sehe ich in meinem Atelier Schwarz.

Zum Inken benutze ich einen PITT artist pen XS von Faber-Castell. XS klingt nach einem sehr dünnen Stift, und so verhält es sich auch. Dennoch kann man damit Striche in unterschiedlicher Stärke zeichnen, und die Schwärze ist unschlabgar. Daneben gibt es noch die Stärke S (verwende ich für große Objekte), F, M (verwende ich beide nicht) und B. Letzterer hat eine Pinselspitze, gut geeignet um große Flächen auszumalen.

Ich zeige unten die Seiten in einer hohen Auflösung, damit man gut sehen kann, wie variabel man mit einer dünnen Spitze dieses Stiftes inken kann.

Das nächste Mal geht’s an kolorieren. Das hebt auch das Gemüt.

Inken

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04. Januar 2012 / 3 Kommentare

Ist denn schon 2012? Scheint so. Hab’s verschlafen – wie jedes Mal.

Da ich schweißgebadet der KNAX-Deadline entgegen kritzle, ist meine Aufmerksamkeit zurzeit ohnehin enorm eingeschränkt. Da gehen so welterschütternde Dinge nun einmal unbemerkt an mir vorüber – was ja auch kein Weltuntergang ist. Die meisten Dinge, die uns beschäftigen sollen, sind ja sowieso bloß banale Beilagen, um das profane Menü des Alltag etwas aufzupeppen.

Ich möchte dem natürlich nicht nachstehen und präsentiere deshalb unten stehend noch die fertigen Skizzen der zweiten Geschichte.

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29. Dezember 2011 / 2 Kommentare

Bevor wir alle so richtig ins Rutschen kommen, zeige ich noch rasch, wie ich meine definitiven Skizzen mache. Ich verwende dafür wie schon bei den Vorskizzen dasselbe Papier (Markerpapier von Schoellershammer, A4, 75 g/m2) und einen hellblauen Druckbleistift von Pentel (0,5), was nach dem Inken das Radieren überflüssig macht. Das Papier ist zwar enorm dünn, dafür aber unheimlich weich, glatt und Belastungsfähig. Und ich kann die darunter gelegte Skizzenvorlage ohne Lichtpult sehr gut erkennen, was schonend für die Augen ist.

KNAX_Skizzieren

Ich kann mich dank der Vorlage unbekümmert den Details widmen, ohne mir zu sehr den Kopf über Größenverhältnisse zu zerbrechen. Außerdem kann ich mich besser auf die im Hintergrund laufenden Hörbücher und Comedys konzentrieren; das Zeichnen soll ja auch Spaß machen.

Habe ich alle Skizzen beisammen, werden sie eingelesen, in die vorgefertigten Panels eingefügt und mit Sprechblasen ergänzt. Diese sind vorgegeben, sind also nicht von Hand gezeichnet (außer den Zipfeln). Dann geht das Ganze zur Prüfung an die Redaktion. Bis ich etwaige Korrekturwünsche erhalte, mache ich mich aber bereits ans Inken.

Oder so.

KNAX_Entspannen

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27. Dezember 2011 / 2 Kommentare

Nicht wie sonst üblich, möchte ich heuer für einmal auf einen plump provokativen oder zynischen Neujahrsgruß verzichten und euch allen einfach bloß einen frohen Rutsch ins neue Jahr wünschen. Auf dass sich eure Wünsche und Träume erfüllen, ihr viel Zeit mit euren Liebsten verbringen dürft und euch auf eurem Weg Glück und Freude zur Seite stehen.

Guter-Rutsch-ins-2012

Stöhn!

16. Dezember 2011 / Kommentar schreiben

Bei mir herrscht grade nicht nur Arbeitssturm, sondern auch draußen vor meinem Atelier peitscht der Wind. Irgendwie wirkt meine Arbeitsstätte bei solcher Witterung nicht sehr einladend, fast schon wie eine Schlächter-Hütte aus einem Teenie-Slasher-Film.

Atelier-im-Sturm

Um diesem Eindruck entgegenzuwirken, muss es also drinnen umso gemütlicher werden. Darum Licht und Ofen an, eine gute Comedy oder den Deutschlandfunk angeworfen (ich höre sehr selten Musik beim Zeichnen) und ran an die Arbeit.

Atelier-gemuetlich

Heute stehen die konkreten Vorskizzen für meine eigentlichen Vorzeichnungen der beiden KNAX-Geschichten an. Der ausgedruckte Kritzelcomic von Teil 2 liefert mir dafür die Positionen der Figuren, Sprechblasen und Hintergründe. Somit kann ich mich bei den Vorskizzen auf Einzelheiten konzentrieren, wie Mienenspiele, Dekor und Requisiten.

Warum die Vorskizzen ebenfalls so klein sind (A5), ist einfach zu erklären: Um nicht der Versuchung zu erliegen, mich zu sehr in Details zu verlieren. Die gehören natürlich erst in die richtigen Skizzen.

Vorskizzen-zeichnenA

Sind die Vorskizzen fertig, lese ich diese wiederum in meinen Rechner ein, vergrößere sie auf A3 und drucke sie dann aus (Ich besitze keinen A3-Drucker, also kommt je eine halbe Seite auf ein A4-Blatt). Diese Vorlagen lege ich wieder unter mein Zeichenpapier und lege mit den eigentlichen Skizzen los.

Und wie ihr euch denken könnt, zeige ich diese erst im nächsten Beitrag.

Vorskizzen-ausgedrucktA

Hier die fertigen Vorskizzen.

KNAX-alle-in-einem-Boot-VorskizzenA

KNAX-Maulwurf-VorskizzenA

14. Dezember 2011 / 4 Kommentare

KNAX-Skizzenvorlage-1

So, einmal kräftig durchstrecken (wir Schreiberlinge und Zeichner bewegen uns ja nicht so viel) und weiter geht’s.

Die im voran gegangenen Beitrag gezeigten Grobskizzen benötige ich als Vorlage für die Vorskizzen. Ich lese also die Kritzeleien ein und füge sie am Rechner wie ein Puzzle zusammen. Dazu verwende ich einen vorgefertigten KNAX-Comicseiten-Raster, in dem sämtliche Rinnsteine (das sind die Abstände zwischen den Bildern) auf separaten Ebenen liegen, so dass ich diese nach Belieben hin und her und auf und ab schieben kann. Zusätzlich füge ich auch bereits den Text ein, so dass ich am Ende die beiden Geschichten als rudimentären Comic habe. Diesen drucke ich dann aus, und zwar jeweils zwei Seiten auf ein A4 Blatt.

KNAX-Skizzenvorlage-2A

Diese Ausdrucke lege ich unter mein eigentliches Zeichenpapier (Markerpapier von Schoellershammer, A4, 75 g/m2), pause sie durch und stelle dann meine eigentlichen Skizzenvorlagen her.

Wie die aussehen, werdet ihr im nächsten Beitrag erfahren.

KNAX-Skizzenvorlage-3