Journal
07. Juni 2010 / Kommentar schreiben

Schweinehund

Das einzige Tier, welches nie aussterben wird, ist der Schweinehund.

Ich hab ja erwähnt, dass wir Zeichner eine doch ziemlich einsame Arbeit verrichten. Entsprechend ist der innere Schweinehund motiviert, uns dabei aufzuhalten. Umso schwieriger ist es deshalb auch, ihn abzulenken. Viele machen das mit Musik, ich mache das mit Comedy.

Ich habe das zum Anlass genommen, um endlich bei der Rubrik Empfehlungen … nun … ja … eben Empfehlungen zu machen.

Also, wenn jemand beim Zeichnen (oder bei was auch immer) Ablenkung sucht, oder sich sonst wie unterhalten möchte, dem sei ein Blick auf diese Rubrik empfohlen. Und falls einer oder eine von euch auch noch einen Tipp hat, um sich den Schweinehund irgendwie vom Hals zu halten, der möge dies doch gerne an dieser Stelle kundtun.

15. Mai 2010 / 8 Kommentare

Zirkus

Comics Zeichnen ist eine einsame Beschäftigung. Und das ist auch gut so. Würde man es nämlich in einem großen Gemeinschaftsbüro tun, wäre die Klapse wohl die nächste Station. Wir Zeichner sind nämlich ziemliche Spinner, denn was wir ab und an in unseren Ateliers veranstalten, ist ziemlich debil. Wir machen uns zum Affen, und zwar immer dann, wenn wir Gesichter zeichnen. Wir halten uns dabei nämlich den Spiegel vor. Nicht, weil wir besonders selbstkritisch sind oder etwa eitel, nein, wir tun das, weil wir auch nur Menschen sind und gerne mal abzeichnen – vom wirklichen Leben.

Mir ist schon häufig aufgefallen, dass gerade junge Illustratoren der Meinung sind, man müsse alles aus dem Kopf zeichnen können. Das ist völliger Mumpitz, denn das kann kein Mensch. Ein flüchtiger Blick über die Schulter alter Meister genügt schon, um zu erkennen, dass sämtliche Rembrandts, Picassos und Da Vincis ständig nach Modellen gezeichnet haben. Für ein gutes Bild ist jedes (Hilfs)Mittel recht, außer man zeichnet ein Bild von jemand anderem ab, klar.

Ich verwende für meine Bilder immer öfter Modelle, sei es für Kulissen, Requisiten oder Menschen (aktuell beim neuen Titelbild für die Anna Fink, wo mir netterweise ein Mädchen aus der Nachbarschaft vor einem Schreibtisch Modell gestanden hat). Das Ganze wird dann zwar ein wenig aufwändiger, aber man kann dafür viel mehr auf Komposition und Aussage des Bildes eingehen. Die besondere Herausforderung dabei besteht dann auch, nicht einfach zu kopieren, sondern die Vorlage als das zu verwenden, was sie ist: eine Vorlage. All zu genaue Umsetzungen wirken nämlich immer sehr starr und verkrampft, sie haben kein eigenes Innenleben.

Natürlich hat man nicht immer jemand Fremdes zur Hand, dann muss man eben auf sich selber zurück greifen. Dann kommt der oben erwähnte Affe ins Spiel. Man muss die Eitelkeit über Bord werfen und Mut zur Dämlichkeit beweisen, wie man unten sieht. Aber das macht viel Spaß und ich bin froh, bin ich kein Musiker. Diese ständigen pseudointellektuell-ernsten Gesichter auf den CD-Hüllen finde ich persönlich ja immer höchst anstrengend.

Also, veranstaltet einen größeren Zirkus um eure Arbeit und macht euch mehr zum Affen. Es sieht euch ja niemand.

Mut-zur-Haesslichkeit-2

04. Mai 2010 / 4 Kommentare

Arbeitszombie

Aber echt! Kaum kehrte ich von der Leipziger Buchmesse heim, wurde ich unter einer Lawine Arbeit verschüttet, die mich komplett vereinnahmt hat. Langsam schwindet der Berg, und mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich hier schon seit über einem Monat nichts mehr von mir habe blicken lassen. So geht das nicht! Man sollte sich manchmal eben doch nicht so viel vornehmen. Aber wie heißt es auch? “Gut Ding will Weile haben”. Ich arbeite nämlich auch noch an einer größeren Aktualisierung meiner Seite, sprich, ich fülle die übrigen Kategorien endlich mit Inhalten auf. Da kommt also bald einiges Neues zum gucken dazu.

Erfreulich war – um kurz zur Buchmesse zurückzukehren –, dass mir gleich bei der Ankunft der überaus nette Stefan Gemmel freudig die Hand geschüttelt und mir gratuliert hat. Ich war entsprechend verwirrt, denn mein zweiter Sohn ist ja bereits 10 Monate alt. Aber er meinte, es ginge nicht um meinen Nachwuchs, sondern um die Erfurter Kinderbuchtage 2010, wo der einzige Kinderbuch-Publikumspreis in Deutschland verliehen wird. Und meine Anna Fink wurde von den Kindern dort auf den ersten Platz gewählt. Ja, einen besseren Start in die Buchmesse konnte ich mir gar nicht wünschen.

Mehr möchte ich aber auch nicht erzählen, nur soviel: Bleibt dran, denn in Kürze geht es hier in neuer Stärke wieder richtig weiter!

18. März 2010 / 3 Kommentare

Literatur

Morgen ist es also wieder soweit. Dann erklimme ich den unübersichtlichen Berg der Literatur an der Leipziger Buchmesse. Wahrscheinlich werde ich die Literatur vor lauter Büchern nicht sehen, aber Spaß wird es mir ganz sicher bereiten, kein Zweifel. Erst Recht, da ich mich in guter Gesellschaft befinden werde. Mit auf die Literatour gehen Der Anonyme Koch und der Kleine Kritzler. Für Unterhaltung ist also gesorgt.

Aber wie der Titel schon andeutet, auch mit Aussicht auf gute Unterhaltung braucht man eine Vorbereitung. Diese hatte ich letzte Woche an der Basler Lesewoche. Da hielt ich 12 Lesungen in diversen Schulklassen innerhalb von 4 Tagen. Das Publikum war altersmäßig so durchmischt wie Lottokugeln, ich hatte also keine Garantie auf einen Gewinn. Aber ich fand es simpel ausgedrückt einfach super! Ich hoffe, den Zuhörern ging es genauso.

basler-lesewoche

Übrigens der Hund da oben (der links) ist nicht von mir.

So, und obwohl ich schon meinen nächsten Lesungen entgegenfiebere, freue ich mich jetzt erst einmal auf Lesungen von anderen. Und wer weiß, vielleicht treffe ich ja den einen oder anderen meiner Leser in Leipzig.

Ich werde davon berichten.

05. März 2010 / 2 Kommentare

Die-Ideen-sind-frei

Der Frühling steht vor der Tür und das entsprechende Putzen steht an. In meinem Fall bedeutet dies, dass ich meine Ideenschublade ausmiste.

Ideen sind eigentlich ziemlich perfide. Manchmal landen sie einfach bei der falschen Person. Ich bin nun mal ein Schreiberling und Zeichner, da nützen mir Ideen aus anderen Medien herzlich wenig. Trotzdem versuche ich manchmal, eine solche Idee umzusetzen, im Wissen, dass sie eigentlich überhaupt nicht zu mir passt – das verfluchte Ego setzt sich eben doch öfter mal durch. Am Ende trauere ich der vergeudeten Zeit nach und habe eine Auffrischung der Erkenntnis erfahren, dass man eben doch lieber bei seinen Leisten bleiben soll. Ich sollte es besser wissen, aber eben …

Nun sollen diese Ideen nicht in meiner Schublade versauern. Ich bin überzeugt, dass sie ihre richtige Heimat einfach noch nicht gefunden haben. Also lasse ich sie weiterziehen, in der Hoffnung, sie mögen bei jemandem landen, der sie besser umzusetzen weiß als ich.

Man sollte wissen, was man kann und was nicht.

Falls einer oder eine von euch demnächst eine gute Idee hat, gut möglich, dass sie auf dem Weg zu euch mal bei mir zwischengelandet ist. An dieser Stelle ein Dankeschön an all diejenigen, die ihrerseits unpassende Ideen wieder ausgesetzt haben, die dann dafür bei mir eingeschlagen haben. Mögen euch bald die Richtigen zufliegen.

Und darum an alle, die noch ein paar Ideen übrig haben, von denen sie denken, dass sie einfach nicht zu einem passen. Lasst sie wieder frei! Wer weiß, vielleicht werden sie dann doch noch eines Tages Wirklichkeit.

24. Februar 2010 / 10 Kommentare

Der-rote-Faden

Da ich mich kurz vor der Ausfahrt zum Ende des Manuskripts von “Anna Fink: Der Vogel der Welten” befinde, möchte ich ein paar Worte über meine Art, wie ich schreibe, verlieren.

Es gibt ja nicht wenige Autoren, die einfach drauflos schreiben und einfach mal gucken, wo sie dann landen. Klingt spannend, ist aber nicht mein Ding. Ich finde nämlich, dass solchen Büchern vor allem zum Schluss hin eine gewisse Verzettelung anzumerken ist. Geschichten haben die Angewohnheit, während ihrer Entstehung fiese Handlungshaken zu schlagen, und wenn man diesen nicht vorbeugt, hat man am Ende die größte Mühe, die Logik im Zaum zu halten. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber wie gesagt, meines isses nicht.

Am Anfang steht natürlich auch bei mir die Idee, aber gleich danach spähe ich nach dem Ende, dem Ziel. Dann erzähle ich mir die Geschichte einmal selber, als säße ich vor einem Lagerfeuer. Das klingt nach romantischer Veranlagung, und zum Teufel, warum auch nicht! Vor einem Lagerfeuer machen Geschichten nun mal – seien sie lustig oder tragisch – einfach am meisten Spaß. Und wenn sie dort nicht funktionieren, streiche ich sie wieder aus meinem Ideensortiment.

Ist der Feuertest bestanden, mache ich mich ans Werk. Ich vergleiche das Schreiben gerne mit einer Reise: Das Ziel stets vor Augen, die Route gut geplant. So behalte ich während des Schreibens immer den Überblick. Der rote Faden ist meine Wegstrecke, dem ich gerne viele andere roten Fäden hinzufüge, um daraus ein spannendes Spannungsgeflecht zu weben. Nun kann man dieser Herangehensweise ankreiden, dass dabei das Spontane, das Lebendige auf der Strecke bleibt. Dem entgegne ich aber, dass das Schreiben einer Geschichte, egal wie gut man es plant, ein unberechenbares Ding bleibt. Ob man will oder nicht, viele Ideen bleiben trotz allem liegen. Und es passiert ja bei Reisen oft, dass eine Straße, die bei der Planung reizvoll angemutet hatte, sich dann bei der Durchfahrt als öde Landstraße entpuppt. Andererseits lockt dann und wann auch eine liebliche Nebenstraße, der man einfach nicht widerstehen kann. Man bewahrt sich trotz allem eine gewisse Offenheit, auf die Hauptroute kann man ja immer noch zurück schwenken. So bleibt der Trip trotz Allem eine überaus spannende Erfahrung.

Nach der aufregenden Reise habe ich ein dickes Bündel an Erlebnissen, aus dem ich dann quasi den endgültigen Bericht ausarbeite. Das eine oder andere Gesehene wird aufgebauscht, gewisse Begegnungen vielleicht gestrichen, Eindrücke vertieft und so weiter und so fort. Und am Ende bleibt hoffentlich eine unterhaltsame Geschichte.

Und um bei der Anna zu bleiben, hier die in meinen Augen finale Version des neuen Titelbildes für den zweiten Band (eine Feinausarbeitung werde ich aber noch vornehmen).

Anna-Fink-Band-2-Coverentwurf-2

17. Februar 2010 / 15 Kommentare

Neuigkeiten

Seit ein paar Tagen verfolgte mich ein bestimmtes Bauchgefühl, eine Intuition, der ich mittlerweile gut vertrauen kann. Und dieses Gefühl betraf meine Comic-Adaption vom Wirtshaus im Spessart. Wie vielleicht nicht viele von euch wissen, handelt es sich bei der Geschichte im Grunde lediglich nur um eine Rahmenhandlung, innerhalb derer vier Märchen erzählt werden, welche ebenfalls aus der Feder von Wilhelm Hauff stammten. Mein ursprünglicher Plan war, dass ich diese Märchen nicht als Comic, sondern als illustrierten Text umsetze, damit sie sich auch deutlich von der restlichen Geschichte abheben. Aber die ganze Zeit stichelte ein kleiner Zweifel an meiner Idee, und letzte Woche kam ich auf die Lösung.

Letzten Freitag fand in Stuttgart die alljährige KNAX-Sitzung statt, während der unter anderem die neuen Geschichten des nächsten Jahres besprochen werden. Anwesend waren nicht nur die verantwortlichen Redakteure, sonder auch die anderen Zeichner, die das sind: Der herzallerliebste und sich ständig unterschätzende Roberto Freire, der Trockenwitz praktizierende Ulf Graupner und das einsiedlerische Genie Franz Gerg.

Während einer ruhigen Minute unterbreitete ich den dreien die neue Idee, die eben seit ein paar Tagen in meinem Bauch brodelte. Ich fragte, ob sie denn nicht Lust hätten, jeweils eines dieser Märchen zu illustrieren. Und als hätte es das Schicksal so gewollt, kam von allen ein klares Ja. Das Bauchgefühl verschwand und wurde durch ein bestätigendes Wohlgefühl ersetzt. Gut, es fehlt mir noch ein vierter Zeichner, denn es gibt wie oben erwähnt vier Märchen zu besetzen, aber da bin ich zuversichtlich. Jetzt freue ich mich natürlich wie ein kleiner Schuljunge auf die weiteren Schritte, die ich natürlich penibel dokumentieren werde.

Und hier kommt noch eine weitere Neuigkeit, und zwar nicht minder bedeutend – jedenfalls für mich. Der Entwurf des Titelbildes vom zweiten Band von Anna Fink.

Obwohl ich gerne mehrere Entwürfe zeichne, war für mich dieses Motiv von Anfang an klar – ihr ahnt es: das Bauchgefühl. Das Schloss und der restliche Hintergrund sind noch nicht in Stein gemeißelt, aber im Großen und Ganzen bin ich recht zufrieden damit.

Und wie ihr euch denken könnt, bin ich ungeheuer gespannt auf eure Meinungen. Bis gleich also!

Anna-Fink-Band-2-Coverentwurf-1

10. Februar 2010 / 6 Kommentare

Gluecksschwein

Was wären wir ohne das Glück?

Ich für meine Fälle wäre nicht halb so weit, wie ich es jetzt bin. Ich kann noch so gut Zeichnen und Schreiben, kann mir noch so entschlossen den Hintern aufreißen und den Finger aus demselbigen ziehen, ohne Schwein wär’ ich nix.

Was bin ich froh, dass ich mit meinen Talenten nicht als Dschungelzwerg in Papua Neuguinea auf die Welt gekommen bin. Oder einer gewesen zu sein, der die Fähigkeiten zur Programmierung von genialen iPhone-Apps besaß, aber im düsteren Mittelalter geboren wurde – Die Bauern hätte ich ständig mit kryptischen Tipps zur Optimierung ihrer Güllehaufen genervt, und die einzige Karrierestation wäre wohl der Scheiterhaufen gewesen. Nein, ich bin unendlich dankbar dafür, für mein Empfinden am richtigen Ort und zur richtigen Zeit geboren worden zu sein. Puh!

Aber hat man das Glück der Existenz erst einmal hinter sich, muss man noch auf das Glück bei der Verwirklichung seiner Träume hoffen. Und ich bin mir sicher, bei den wenigsten, die es verdient hätten, taucht dieses Schwein einmal auf. Das Glück des Tüchtigen ist ja schön und gut, aber zu welchem Tüchtigen es sich schlussendlich bequemt, steht auf einem anderen vierblättrigen Kleeblatt. Und selbst dann, wenn man zu den Glücklichen zählt, rennt es einem glatt davon, wenn man nicht sofort darauf aufspringt. Das Glück zeichnet sich nämlich durch eine verdammt ignorante Natur aus. Und dann soll man sich vor lauter Glücksfang noch auf seine Arbeit konzentrieren. Also wirklich!

Aber ich will mich wie gesagt nicht beklagen, denn zum Glück habe ich es gerade noch erwischt. Ich hoffe, dass ich mich noch ein bisschen auf dieser Sau halten kann. Und dasselbe wünsche ich euch auch!

02. Februar 2010 / 4 Kommentare

Hohe-Ziele

Jeder sollte sich unerreichbare Ziele stecken.

Sieht man dieser Tage fern, ist das Ziel der meisten zurzeit der Pop-Olymp. Jedes dieser Möchtergernsternchen wird nicht müde zu betonen, dass die Musik  das Wichtigste in ihrem Leben sei, und dass sie alles dafür geben würden, es zu “schaffen”. Nun, das einzige, was der Großteil dann schlussendlich für den Erfolg hergeben würde, ist die eigene Seele. Harte Arbeit reinzustecken, dafür sind dann doch nur eine Handvoll dieser Sternchen bereit, bevor auch von denen die meisten dann als Sternschnüppchen in der heißen Atmosphäre der Realität verglühen. Aber mögen die Jungs und Mädels auch noch so naiv und talentfrei sein, in einem haben sie meine volle Unterstützung: in ihren viel zu hoch gesteckten Zielen. Ich bin nämlich genauso. Ich will ebenfalls viel zu hoch hinaus.

Warum? … Nun, sagen wir’s mal so: wenn es das höchste Ziel ist, auf einen nahegelegenen Hügel zu steigen, dann erreicht man sicher die Erhebung einer Wiese. Ist das Ziel ein 4000er in den Schweizer Alpen, so ist der nahegelegene Hügel ein Klacks. Ist man weiter so verrückt, den Mount Everest besteigen zu wollen, dann ist die Eroberung eines 4000er in den Schweizer Alpen eigentlich gar nicht mal mehr so abwegig. Und so weiter und so fort.

Das eigentlich Ziel erreicht man wohl nie, besonders, wenn man so bescheuert ehrgeizig ist wie ich. Aber je höher das Ziel, desto höher auch das Erreichte. Aber seltsamerweise sind die meisten damit nicht zufrieden und jammern dann elendig herum. Also wirklich! Am Ende sollte man doch nicht enttäuscht von dem sein, was man nicht erreicht hat, sondern glücklich darüber, was man geschafft hat. Denn, wenn man das Unmögliche wagt, ist es ziemlich erstaunlich, was dabei alles möglich wird. Und das ist schon ziemlich viel wert.

11. Januar 2010 / 8 Kommentare

Aus-der-Versenkung

Auf ein Neues!

Gut, mir ist der Jahreswechsel ja eigentlich ziemlich egal, aber ihn ganz ignorieren gelingt mir ja auch nicht richtig. Und ich wäre sogar ein ziemlich guter Jahreswechsler, nur schon was die Vorsätze angeht. Die meisten Leute halten ihre Vorsätze ja nicht ein. Ich nicht. Ich halte sie immer ein. Letztes Jahr waren es Folgende: mindestens einmal duschen, das Auto voll tanken und ein Bier trinken. Hat alles ohne größere Probleme geklappt, und dieses Jahr wird’s auch wieder gelingen, denn die Vorsätze bleiben die gleichen. Wer sich selber Schwereres vornimmt, ist selber schuld. So sieht’s aus!

Nun möchte ich an dieser Stelle neben meinen Vorsätzen auch noch die Aussichten, was ich alles in diesem neuen Jahr produzieren möchte, mit euch teilen.

Als Erstes werde ich im Frühjahr den zweiten Teil von Anna Fink beenden. Das Titelbild muss im März fertig sein, was heißt, dass es hier bald die ersten Entwürfe, aber auch ein paar der neuen Innenteil-Illustrationen zu sehen geben wird.

Dann werde ich neben dem dritten Teil von Anna Fink auch mit dem Wirtshaus im Spessart beginnen, das ich frühestens im nächsten Herbst, spätestens im Frühjahr 2011 fertig haben muss. Dazu habe ich mir etwas – so hoffe ich – Besonderes ausgedacht, nämlich einen Video-Podcast. Damit möchte ich die Entstehung der Comic-Adaption zeigen, von der Ideen-Findung, über die Recherche, das Schreiben an der Szenario-Umsetzung bis zur fertigen Seite. Ich werde bei der Arbeit ganz neue Wege gehen, von denen ich selber noch nicht weiß, ob sie optimal funktionieren werden. Das Ganze wird also sehr spannend werden. Meine Traumvorstellung ist, die Filme am Ende bei der Buchtaufe als Dokumentarfilm auf Leinwand vorzuführen. Ich bin froh, dass ich dazu auf die Hilfe von Beni zählen kann, und ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit.

Des Weiteren schicke ich natürlich den lieben Tom weiter auf seiner Reise. Das Konzept befindet sich noch im Umbruch, aber die Ansätze für eine Lösung sind viel versprechend.

Das Bilderbuch Lenas Insel wird auch konkreter werden, wobei auch da einige evolutionäre Kräfte am Werk sind.

Die Rubrik Originale auf meiner Seite wird demnächst auch konkreter gefüllt, denn wie das Wort schon sagt, werde ich gewisse Original-Bilder von mir zum Verkauf anbieten. Da ich diesbezüglich immer wieder Anfragen erhalte, und es mir im Grunde nicht viel ausmacht, mich von meinen Bildern zu trennen (außer, es hängt zu viel Bedeutung dran), habe ich beschlossen, diesen Schritt zu versuchen.

Wie ihr oben seht, befinde ich mich jetzt noch ein wenig in der Versenkung, denn ich nähere mich mit dem zweiten Teil von Anna Fink der Zielgeraden, was meine volle Konzentration benötigt. Aber immerhin wisst ihr nun, was euch auf dieser Seite in näherer Zukunft blüht.

Bis bald also und lasst es dieses Jahr kräftig krachen!