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17. April 2013 / 1 Kommentar

Auch ich muss mir ab und zu das Haupt stutzen. Anders als bei unseren besseren Hälften passiert das bei uns Männern ja eher spontan. Darum zückte ich auch spontan mein Skizzenbuch und versuchte, das Geschnippe festzuhalten, was zu netter Konversation mit der Frisörin führte. Und das war allesamt besser, als die langweiligen und sinnfreien Stars-und-Sternchen-Heftchen durchzublättern.

Coiffure-Neubad

17. April 2013 / Kommentar schreiben

Was ihr wieder denkt!

Nein, letztes Wochenende trafen sich ein paar helvetische Urban Sketchers, um gemeinsam dem gezeichneten Strich zu huldigen. Das Ganze fand in Basel statt, bei wunderbarem Frühlingswetter. Meine Wenigkeit stieß erst kurz nach Mittag zur Gruppe, und es reichte mir auch nur zu drei Zeichnungen. Daneben wurde viel geredet, ausgetauscht und begutachtet. Das machte großen Spaß und wird, so hoffe ich, bäldestens wiederholt.

Hier die Rheinpromenade am Kleinbasler Ufer. Die Leute hielten nicht still, frequentierten zügig hin und weg, so dass einige wie Geister wirken. Und den Fisch hat außer mir auch keiner gesehen.

Rheinpromenade-KleinbaselAuf dem Kasernenareal setzten wir uns hin, um uns zu mit kühlen Getränken zu erfrischen. Die übrigen Gäste unterhielten sich mit frühlingshaftem Übermut, was sie schwer zu zeichnen aber unterhaltsam zu beobachten machte.

Kaserne-Leute

Zu guter Letzt hielt ich mich an die Turnhalle, welche als Einzige an diesem Tag still hielt.

Turnhalle-Kaserne-Basel

Und wer sehen möchte, wer alles an dem Strichathon teilnahm, dem sei ein Blick hierher empfohlen.

11. April 2013 / Kommentar schreiben

Elefantenhaus-Zoo-Basel

Gestern wurde bekannt, dass der Zoo Basel ein neues Elefantengehege bauen wird. Wurde auch Zeit, denn das alte Gemäuer und Gelände taugt nicht mal mehr für nostalgische Wehmut (die vereinzelten Tropfen auf dem Papier sind also keine Tränen von mir, sondern das Ergebnis leichten Nieselregens). Und der Gestank in dem Bau erdrückt einen derart, dass man meinen könnte, ein fetter Elefantenbulle säße auf einem drauf. Vielleicht spielte dies auch eine kleine Rolle, als ich mich etwas entfernt davon hinsetzte, um es aufs Papier zu bannen.

10. April 2013 / Kommentar schreiben

Cafe-Meier-Basel

Ich dachte ja bereits, der Name „Kaffi Sandwich“ sei an Banalität nicht zu toppen, aber heute Morgen wurde ich eines Besseren belehrt. „Cafe Meier“ ist mein neuer Favorit für profane Namensgebung – gut, ich springe über meinen langen Morgenschatten und ringe mich großzügig dazu ab, dem Namen wenigstens etwas Schnörkelloses abzugewinnen. Originell dafür das Angebot des kleinen Quartiercafés: Ein breites aber sorgfältig ausgesuchtes Teesortiment, hauptsächlich aus China – was die asiatischen Schriftzeichen auf der Karte erklärt. Aber ich blieb meierisch bei meiner Bestellung und orderte ganz banal einen Kaffee mit Gipfeli.

08. April 2013 / Kommentar schreiben

Pferdemetzgerei-Allschwil

Ich liebe Pferde.

Zum Angucken, zum Reiten und … ja! … zum Essen.

Ich gebe es gerne zu, liebe Freunde: ich bin einer derjenigen, dem beim Anblick eines großen Stücks Fohlenfilet vor Lust der innere Gaul durchgeht. Und wie glücklich war ich, als ich entdeckte, dass sich praktisch ums Eck wo ich wohne und arbeite eine feine Pferdemetzgerei befindet. Ich befürchtete noch, der ganze Pferdefleischskandal würde sich negativ auf deren Geschäft auswirken, aber zu meiner Überraschung ist genau das Gegenteil eingetreten: Den Metzgern wird vor hungrigen Neugierigen fast die Bude eingerannt. Ich will nur nicht hoffen, dass am Ende im Pferdefleisch vor lauter Nachfrage nicht Rindfleisch drin steckt. Aber das mag ich ja auch. So gesehen ist es mir fast schon wurscht!

13. März 2013 / 1 Kommentar

Was soll das denn? Frostige Temperaturen und heftiger Schneefall. Da machte ein Warm-Up im „Kaffi Sandwich“ (ungemein origineller Name) beim Tellplatz völlig Sinn.

Kaffi-Sandwich-Tellplatz

06. März 2013 / 10 Kommentare

So schnell wie der Rennfahrer im Spiel war ich leider nicht, aber mein Leiterspiel ist doch noch fertig geworden.

Wer möchte, darf sich das Bild gerne fürs eigene Spielvergnügen herunterladen, alles andere ist natürlich strengstens untersagt. Sonst gibt’s nur eine gnadenlose Verfolgungsjagd und anschließendem Beschuss mit spitzen Bleistiften!

Tollkuehnes-Leiterlispiel-Def-A

06. März 2013 / Kommentar schreiben

Auf dem Land geht ja alles etwas langsamer. So musste ich fast eine Stunde auf den nächsten Bus warten. Also bin ich ab ins gegenüberliegende Café, kramte aus den Tiefen meiner Tasche einen alten vergessenen Stift und einen Ausdruck einer Mail (dessen Rückseite leer war) hervor und kritzelte die triste Umgebung.

So gestaltete sich die ganze Warterei doch etwas kurzweiliger als befürchtet.

Hueslimatt_in_Oberwil

24. Februar 2013 / 1 Kommentar

Was immer das auch bedeuten mag.

Elisabethenkirche-Basel

22. Februar 2013 / Kommentar schreiben

War mit meinen Jungs Schlittschuhlaufen. Auf dem Spazierweg zurück nach Hause, begegneten wir ein paar netten Bäumen. Mit dem Jüngsten auf den Schultern reichte es aber nur für ein verwackeltes Foto im Vorübergehen. Gemalt hab ich sie dann zuhause – wobei ich mich bei meinem ersten Versuch arg verschlittert habe. Aber bei Aquarell gilt die Devise: Nie aufgeben!

St-Margrethen-Basel-A

21. Februar 2013 / 2 Kommentare

Frischer Fisch aus dem Rhein. Ist selten, kommt aber vor. Mal eine Skizze nicht nur aus Spaß an der Freude, sondern für eine Recherche – wobei auch diese Freude am Spass macht.

Solitude-Fisch

20. Februar 2013 / 2 Kommentare

Wider Erwarten war das Wetter heute so schön, dass ich einen kleinen Spaziergang unternommen habe. Einen Steinwurf von mir entfernt steht dieser alte Schießstand. Leider musste ich das Gemäuer im Stehen zeichnen, weil weit und breit keine Bank herumstand. Das nächste Mal gehe ich mit meinem kleinen Klapphocker auf Motivjagd.

Schiessstand-Allschwil-A

19. Februar 2013 / Kommentar schreiben

Ich erkunde weiter die Gegend. Bei uns sind die Grenzen wirklich fließend, gleich hinter der Tankstelle beginnt Allschwil.

Grenze zu Allschwil

18. Februar 2013 / Kommentar schreiben

Katerstimmung

16. Februar 2013 / Kommentar schreiben

Heute morgen war ich mit meinen Jungs im Naturhistorischen Museum Basel. Im Treppenhaus wird man vom hauseigenen T-Rex begrüßt. In Kombination mit den düsteren Fresken ist der Aufstieg eine echte Herausforderung.

Naturhistorisches-Museum-Basel

Und diese Zugstrecke (Karlsruhe nach Stuttgart) war eine echte Herausforderung. Das war ein kaum zu bändigendes Gewackel. Und eng in den Sitzen war es auch sehr. Aber das hielt die Spannung hoch.

Karlsruhe-Stuttgart

14. Februar 2013 / Kommentar schreiben

Man muss sich derzeit selber ums Grün kümmern. Das ist einer meiner Lieblingsplätze in Basel: Die Grün 80 (eigentlich „Park im Grünen“, aber als Kind der 80er-Jahre beharre ich auf den alten Namen). Dort wird man mich dieses Jahr ganz sicher häufiger antreffen

Gruen-80-Basel

13. Februar 2013 / Kommentar schreiben

Eine kleine Übung zwischendurch. Ich kann den Frühling kaum erwarten, um endlich wieder draußen zu malen. In diesem Zusammenhang möchte ich euch die Urban Sketcher Schweiz vorstellen, zu denen auch ich mich zählen darf. Ein Haufen guter Zeichnerinnen und Zeichner zeichnen haufenweise helvetische Motivinnen und Motive.

Lohnhof-Basel

12. Februar 2013 / Kommentar schreiben

Wieder mal gab’s eine lange Pause. Wieder mal aus denselben Gründen wie immer: Verflucht viel Arbeit.

Aber es gab diesmal noch eine andere Ursache für die Auszeit: Ich bin umgezogen, privat wie auch geschäftlich. Und auch sonst bin ich viel unterwegs: Neue Ideen, viele Lesungen, Projektpflege.

Und ich hab wieder mein Skizzenbuch hervorgekramt. Auf dem Weg zu ein paar Lesungen habe ich beschlossen, wieder mehr spontan zu kritzeln. Und im Zug war das Gewackel gerade für mich sehr hilfreich. Das hat Spannungen gelöst und Verkrampfungen gelockert. Das dadurch fatalistisch angehauchte Zeichnen brachte mich wieder auf den richtigen Weg.

Basel-nach-Zuerich

Zuerich-nach-Basel

Und hier ist noch mein neues Atelier. Kleiner als das alte, aber die großen Welten und Weiten sollen bei uns Zeichnern und Schreibern ja schließlich auf dem Papier stattfinden.

Neues-Atelier

23. Oktober 2012 / 1 Kommentar

z-basel-am-mym-rhyV

Der Herbst fröstelt sich langsam heran.

Schon wunderlich, wie sehr man sich während der letzten Sommertage wünscht, die Vorhut des Winters würde noch ein Weilchen auf sich warten lassen, dann aber doch seinem eigentümlichen Charme verfällt.

Zumindest mir geht es so. Die honiggelben Bäume, der nebelgeschwängerte Wind und die zusammengerückten Farben lassen mich gedanklich abschweifen, so dass mir die verrücktesten Ideen kommen. Wahrscheinlich bilde ich mir das bloß ein, nichtsdestotrotz genieße ich den Herbst in vollen Zügen. Am liebsten würde ich mich wie ein Igel unter einen großen Blätterhaufen verkriechen und vor mich hin träumen.

Unter einem Blätterhaufen befinde ich mich tatsächlich, aber die Blätter stammen nicht von einem Baum, sondern von meinen Skizzenbüchern, denn ich habe ungeheuer viel zu tun.

Aber auch das lässt sich genießen.

So gesehen wünsche ich allen einen wunderbaren Herbst.

01. Oktober 2012 / Kommentar schreiben

Diplodocus-beim-WasserturmA

Es ist schon aufregend, wem und was man alles bei einem Sonntagmorgenspaziergang mit seinen beiden kleinen Jungs alles begegnet – wobei, an Dinosauriern kommt man in der Schweiz zurzeit nicht vorbei. Zeit und Nerven für eine vor Ort Zeichnung blieben mir leider nicht, aber für einen Schnappschuss reichte es. Und zuhause wurde dies seltene Exemplar eines Diplodocus bei Tee und Kuchen gemütlich auf Papier festgehalten.